Challenge Roth 2012 - StingAir.de

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Challenge Roth 2012

Challenge Roth 2012 Langdistanz Triathlon

Wir haben Samstag den 7.7.2012. Morgen um diese Zeit werden wir bereits im Wasser sein. Die Aufregung steigt nun mit jeder Stunde. Um 8.30 Uhr war ich mit Mike und Alina verabredet um gemeinsam nach Roth zu fahren. Mit einer kleinen Verspätung, da ich mein Winkelventil nirgends finden konnte, kamen wir dann auch um 9 Uhr von Herdorf los. Die Fahrt war ganz ganz schrecklich. Da wir ja Ferienanfang hatten, standen wir insgesamt knapp 1,5 Stunden im Stau. Wir hatten schon Angst das wir es nicht mehr pünktlich bis zum Meldeschluß um 15 Uhr schaffen. Aber das hatte dann doch noch geklappt. In Roth angekommen, fanden wir schnell einen Parkplatz ca. 100 m vom Festplatz entfernt. Das Wetter war anders als vorhergesagt. Die Sonne brannte und es war angenehm warm. Wir schlenderten über die riesige Expo und meldeten uns erst einmal an. Danach gingen wir auf die Suche nach einem Winkelventil für meine Scheibe. Und zum Glück fanden wir dann auch eins, was meine Stimmung um nahezu 100% verbesserte :) Nach einem ausgedehnten Spaziergang über die Messe ging es wieder zum Auto um die Räder an die ca. 11 km entfernte Wechselzone 1 zu bringen. Für die 11 km haben wir dann knapp 1 Stunde gebraucht. Und dann mussten wir um auf einer Wiese zu Parken noch mal 2 Euro Parkgebühren bezahlen. Also zu dem Zeitpunkt dachte ich mir das das Rennen gar nicht so gut werden könnte um diese ganzen negativen Erlebnisse von heute wieder gut zu machen. Naja aber was solls, nun standen wir auf dem Parkplatz und bauten unsere Räder zusammen. Mittlerweile vermisste ich mein Liselchen schon ganz schön. Sie konnte leider nicht mitkommen da sie einen Trauerfall in der Familie hatte.
Als wir dann die ca. 300 m zum Check in liefen sahen wir schon die Wechselzone. Räder so weit das Auge reichte. Nach einem problemlosen einchecken trafen wir dann noch Bianca, Roy und Frank. Sie gaben uns noch einige Tipps zum Rennen an dem sie schon mehrmals teilgenommen hatten. Danach gingen wir noch in Hilpolstein Pizza essen. Dann trennten sich unsere Wege und wir fuhren in unsere Hotels in Nürnberg. Ich war eigentlich ganz zufrieden mit meiner Unterkunft. Allerdings war es im Dachgeschoss etwas warm und wenn man das Fenster auf´machte konnte man vor Straßenlärm nicht schlafen. Also war schwitzen angesagt :)
Die Nacht sollte sehr kurz werden denn bereits um 4.30 Uhr habe ich mich mit Alina und Mike in Roth verabredet um von da gemeinsam zum Schwimmstart zu fahren. Dort angekommen ging uns dann so langsam der Stift:) nach dem obligatorischen Dixigang ging es langsam in die Startaufstellung. Ich war zusammen mit Martin Hansel und Roy Stühn in der 4. Startgruppe. Mike war in der 7. und Friedrich in der 12. Gruppe.
Um 7.15 Uhr fiel dann der Startschuss. Wie immer hielt ich mich in der ersten Reihe auf um schnell weg zu kommen. Auch dieses Jahr obwohl ich nur 27 km Schwimmtraining vorweisen konnte :) Aber es schwamm sich sehr gut im Kanal. Ich konnte ohne Probleme meine geplante Zeit von einer Stunde einhalten. Genau nach 1h 00min 11sek lief ich über die Matte der Zeiterfassung. Das passte. Entspannt in die erste Wechselzone. Dank der tollen Helfer könnte ich die WZ1 nach 2min40sec verlassen und aufs Rad steigen. Aber die Fahnen verhießen schon nichts gutes. Es war ganz schön windig. Natürlich meistens von vorne:( Ich versuchte trotzdem meine gesetzte Zeit zu erreichen. Das kostete natürlich unheimlich viel Kraft, und das merkte ich dann in der zweiten Runde. Ich hatte Zwischendurch schon keine Lust mehr aufs Rad fahren. Ich wollte das Ding schon in die Ecke stellen und mich einfach in die Sonne legen. Aber es waren ja nur noch ein paar Kilometer bis zum zweiten mal Solarer Berg. Beim ersten mal war es schon unbeschreiblich. Menschen soweit das Auge reichte. Alles was man vorher über den Solarer Berg gelesen gehört und gesehen hatte stellte sich als absolut wahr heraus. Aber das zweite mal war einfach grandios. Es waren nicht mehr ganz so viele Leute am Berg wie beim ersten mal aber als ich die Leute am Rand noch mehr zum anfeuern animierte, fegten diese mich fast vom Rad. Der Geräuschpegel steigerte sich innerhalb von Sekunden von laut auf ohrenbetäubend. Tröten trommeln pfeiffen und das lautstarke anfeuern war einfach der Oberknaller. Völlig fremde Leute gaben alles um einen den Berg hinauf zu treiben. Das war so toll und so emotional das mir oben angekommen die Tränen liefen. Und das ist mir noch nie passiert. Zu dem Zeitpunkt hat sich dann auch der Frust der Anreise verabschiedet, und hat sich in grenzenlose Begeisterung gewandelt. Nun ging es mit neuer Energie die letzten Km zur WZ 2. Das laufen war dann eine Erlösung. Ich plante mit einem 5er Schnitt los zu laufen. Am Anfang musste ich mich dann aber etwas bremsen. Ab km 12 kam dann Roy von hinten angelaufen. Zusammen liefen wir dann bis km 28. Zwischenzeitlich überholte uns dann noch Martin, der obwohl er konstant gelaufen war auch die 10 Stunden Marke um 7 Minuten verfehlte. Dann merkte ich das sich wenn ich mit dem Tempo weiter laufen würde, ein Krampf in beiden Waden anbahnen könnte. Also nahm ich Tempo raus und musste Roy ziehen lassen. Die letzten km zum Ziel zogen sich ganz schön. Vor allem die letzten drei. Aber bei km 40 war da noch mal ein super Stimmungsnest. So liefen die letzten km auch deutlich einfacher. Dann endlich ging es in Ziel. Einfach eine tolle Stimmung. Die Freude angekommen zu sein war noch größer als die Enttäuschung 15 Minuten zu langsam gewesen zu sein. Aber 2014 werde ich noch mal versuchen die 10 Stundenmarke in Roth zu knacken.

Bis dahin euer Basti

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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